Navigationsmenü
- Aktuell
- Veranstaltungsreihen
- Wir über uns
- Europa
- Internationales
- Bundesrat
-
Ministerpräsidenten-
konferenz - Medienzuständigkeit
- Orden und Ehrungen
- Fragen und Anliegen
-
Historisches
zum Gebäude

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt erhielt am 17. Juni für seine Verdienste um die europäische und deutsche Einigung den Point-Alpha-Preis. Das Kuratorium Deutsche Einheit würdigte damit Schmidts Standhaftigkeit bei der Durchsetzung des NATO-Doppelbeschlusses und sein Engagement für das Zustandekommen der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) im Jahr 1975 in Helsinki. Durch die KSZE-Verhandlungen konnten den damaligen Ländern des Ostblocks humanitäre Zugeständnisse abgerungen werden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), Michail Gorbatschow, George Bush senior, Vaclav Havel und die Bürgerbewegung der DDR.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, lieber Helmut Schmidt,
sehr geehrte Kollegen, Herr Hahn und Herr Matschie,
sehr geehrte Mitglieder der Parlamente, des Thüringer Landtages, des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlamentes,
sehr geehrter Herr Dr. Hamberger,
sehr geehrter Herr Prof. Schröder,
sehr geehrte und liebe amerikanische Gäste hier am Point Alpha, Herr General Bellini und Herr Generalkonsul Alford,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich heiße Sie alle im Namen des Kuratoriums Deutsche Einheit am Point Alpha herzlich willkommen und freue mich, Ihnen in diesem Jahr zugleich auch die Grüße der Landesregierung des Freistaates Thüringen überbringen zu können.
Mein besonderer Gruß gilt am heutigen Tage Ihnen, sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schmidt und all denen, die gerade diese Preisverleihung an Sie zum Anlass genommen haben, hierher zum Point Alpha zu kommen.
Dies schließt insbesondere Sie, lieber Herr Professor Schröder mit ein. Ich freue mich sehr und danke Ihnen, dass Sie als Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Nationalstiftung meiner Bitte gefolgt sind, am heutigen Tag die Laudatio auf unseren Preisträger zu halten. Hierauf freue ich mich und hierfür danke ich Ihnen schon jetzt.
Bevor ich als Präsidentin des Kuratoriums Deutsche Einheit kurze Ausführungen mache zu den Beweggründen, die uns heute zusammengeführt haben, liegt es mir am Herzen, zwei, drei weitere Dankesworte auszusprechen:
Ich danke dem Wehrbereichsmusikcorps 3, das uns hier so gut eingestimmt hat und weitere Stücke spielen wird. Wenn ich es richtig sehe, hat die Bundeswehr Ihnen, sehr verehrter Herr Bundeskanzler Schmidt zu Ehren zweimal einen Zapfenstreich gegeben. So viel wird das heute nicht sein, aber das Spiel des Wehrbereichsmusikcorps soll auch eine angemessene Ehrenbezeugung für einen ehemaligen Bundesminister der Verteidigung und einen ehemaligen Bundeskanzler sein. Dafür herzlichen Dank!
Und ich danke der Point-Alpha-Stiftung für die Vorbereitung dieser Veranstaltung und für die Arbeit, den Beschluss des Kuratoriums Deutsche Einheit zu dieser Preisverleihung verwirklichen zu können.
Das Kuratorium und die Stiftung Point Alpha sind dabei auf Unterstützung angewiesen und wir erhalten diese Unterstützung immer wieder neu. Auch dafür sehr herzlichen Dank an alle Unterstützer, an alle Begleiter, an alle Sponsoren dieser Veranstaltung!
Meine Damen und Herren,
wir erinnern in diesem Doppeljahr 2009/2010 an das Jahr der Friedlichen Revolution 1989 und an die deutsche Wiedervereinigung vor zwanzig Jahren. Sie wurde erst möglich und erlangte Wirklichkeit als Ergebnis dieses Revolutionsjahres. Aber auch in einem solchen Jahr der Erinnerung ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, was alles – teilweise lange vorher – notwendig war, dass dieses Jahr 1990 zum glücklichsten Jahr unseres Volkes im 20. Jahrhundert werden konnte.
Dies wird neben dem 65. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung von der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten deutlich durch weitere „runde“ Jahrestage bedeutender Ereignisse, die wir im Rückblick auf die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts als historisch einordnen können und müssen.
In der Tat geht der NATO-Doppelbeschluss letztlich auf Ihre Initiative und Anregung zurück, Herr Bundeskanzler Schmidt. Und es entspricht Ihrem Charakter und Ihrer Haltung im politischen Handeln, dass Sie sich mit diesem für richtig erkannten Beschluss nicht dem Druck einer gegenteiligen öffentlichen Meinung gebeugt haben. Ja, Sie waren bereit, hierfür das Ende Ihrer politischen Laufbahn in Kauf zu nehmen. Eine Einstellung, die Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schmidt, bei aller Unterschiedlichkeit in vielen politischen Positionen, mit Ihrem Nachfolger gemeinsam auszeichnet.
Damit hier nicht der Eindruck entsteht, es sei außenpolitisch die Weitsicht und Konsequenz des NATO-Doppelbeschlusses alleine, der Ihre Kanzlerschaft auszeichnet. Ich erinnere gerne auch noch einmal an den Abschluss der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die KSZE.
Die Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki vor 35 Jahren war ein Meilenstein auf dem Weg zur Überwindung des Eisernen Vorhangs.
Auch auf unserer Seite hatten die Menschen mit dem unterzeichneten Korb 3 einen Schlüssel in der Hand. Helsinki 75 machte die Charta 77 möglich, ermutigte die Polen 1979, die Friedens- und die Umweltgruppen in den 80er Jahren in nahezu allen Ländern Osteuropas und die Demonstranten in Leipzig, Berlin, Rostock und Erfurt 1989.
Dass ich mit Ihnen zusammen einmal an gerade diesem Ort stehen und Ihnen auch persönlich für all das danken könnte, hätte ich mir jahrzehntenlang niemals träumen lassen.
Das Kuratorium Deutsche Einheit hat sich aus tiefer Überzeugung und in Dankbarkeit nach den Regeln unserer Satzung einstimmig für diese Preisverleihung an Sie entschieden.
Ich freue mich und danke noch einmal, dass Sie, sehr verehrter Herr Professor Schröder, nun die Laudatio auf Helmut Schmidt sprechen werden. Ihnen allen einen guten weiteren Verlauf dieser Veranstaltung. Ihnen noch einmal herzlichen Dank, Herr Bundeskanzler Helmut Schmidt.