Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Inhalt

Phase 1 der Solarinitiative

Bereits Ende 2007 hatte das Land Teil 1 der „Solarinitiative Thüringen“ gestartet und bis Anfang 2009 alle angekündigten Maßnahmen wie folgt umgesetzt bzw. angeschoben:


1. Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Hochtechnologie und Solar in Erfurt

Gemeinsam mit Thüringer Bildungsträgern und Solarunternehmen wird der zukünftige Fachkräftebedarf ermittelt. Mit der Errichtung eines Kompetenzzentrums werden die Voraussetzungen zur Aus- und Weiterbildung in dieser Branche geschaffen. Da es keinen Ausbildungsberuf gibt, der diese Branche abbildet, wird die Entwicklung von Ausbildungsinhalten durch das Land gefördert.

Mit dem ersten Spatenstich hat Thüringens damaliger Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz am 9.2.2009 in Erfurt den Bau des künftigen „Thüringer Kompetenzzentrums für Hochtechnologie und Solarwirtschaft“ offiziell gestartet. Mit einem Investitionsvolumen von 8,7 Millionen Euro ist das Kompetenzzentrum das wichtigste Vorhaben der „Solarinitiative Thüringen“. Die Inbetriebnahme des Zentrums ist für Anfang 2010 geplant. mehr


2. Stärkere Ausrichtung der Thüringer Technologieförderung auf den Bereich der Solartechnik

Dazu werden die drei Förderprogramme zur Verbundforschung, zur einzelbetrieblichen Technologieförderung und zur FuE-Personalförderung für den Zeitraum 2008 bis 2013 um den Schwerpunkt „regenerative Energietechnik“ erweitert. Diese Neufassung tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.

Alle Maßnahmen der Forschungs-, Technologie- und Innovationsförderung des TMWAT sind im Programm "Thüringen-Technologie" zusammengeführt.

Mehr Informationen finden Sie hier oder bei der Thüringer Aufbaubank


3. Ausbau des SolarZentrums Erfurt

Das SolarZentrum Erfurt soll ausgebaut werden, um eine noch wirkungsvollere Unterstützung der Forschungsaktivitäten der Wirtschaft in Thüringen anbieten zu können. Darüber hinaus wird das SolarZentrum als koordinierende Anlaufstelle der Solarforschung in Thüringen tätig werden. Hierzu wurden bereits im Jahr 2006 Fördermittel für den Aufbau eines Testzentrums für Solarmodule und einer Prozesslinie für Siliziumzellen bereitgestellt.

Weitere Informationen finden Sie  hier


4. Einrichtung einer Cluster-Geschäftsstelle beim SolarInput e. V.

Aufgabe der Geschäftsstelle ist die Bündelung und Koordination der vorhandenen Strukturen und Kompetenzen im Bereich der Solartechnik und angrenzenden Branchen. Der Schwerpunkt ihrer künftigen Tätigkeit liegt auf der Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers von Forschungseinrichtungen zu den Unternehmen. Die Geschäftsstelle wird die bisherige Vorarbeit des SolarInput e. V. sowie die konzeptionellen Ergebnisse des 2006 gestarteten Innovationsforums „SolarInnovativ Thüringen“ zur Entwicklung eines branchenübergreifenden regionalen Netzwerks von Zulieferern für das Systemprodukt Solaranlage in die Praxis umsetzen.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium förderte im Juni 2008 den Thüringer Solarcluster SolarInput e.V. mit 354.128 Euro. Mit der Förderung des Solarclusters Thüringen wird bis 2010 vor allem der Aufbau einer Geschäftsstelle unterstützt. 


5. Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Solarforschung an der Technischen Universität Ilmenau

Es ist vorgesehen, an der TU Ilmenau eine Stiftungsprofessur für Solarforschung einzurichten.

Die Ernst-Abbe-Stiftung wird in den nächsten fünf Jahren insgesamt Stiftungsmittel von 250.000 Euro zur Verfügung stellen. Ein Konsortium Thüringer Solarfirmen unter Führung des Thüringer Solarnetzwerkes Solarinput e. V. wird sich in gleicher Höhe an der Finanzierung dieser Stiftungsprofessur beteiligen. Nicht zuletzt wird die TU Ilmenau selbst mit der Übernahme von mehr als 250.000 Euro Personal- und Sachkosten einen wesentlichen Beitrag zur Ausstattung des Lehrstuhls in den ersten fünf Jahren seiner Tätigkeit leisten. Der entsprechende Vertrag wurde am 27.10.2008 in Ilmenau unterschrieben. Die Stiftungsprofessur ist damit ein wichtiger Baustein in dem neuen Master-Studiengang „Photovoltaik“, der in enger Abstimmung zwischen der Hochschule und der Industrie entwickelt wurde und ab dem Wintersemester 2009/2010 den Studienbetrieb aufnehmen wird. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Eine weitere Stiftungsprofessur für den Themenschwerpunkt Solar ist an der FH Jena (Bachelor-Studiengang) vorgesehen.  Presseinfo
 


6. Offensive zur Investorenakquisition im Bereich der Photovoltaik

Durch gezielte Ansprache potentieller Investoren wird die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) ihre Bemühungen um die Ansiedlung von Unternehmen der Solarbanche verstärken. 

Allein seit Ende 2007 konnten in Thüringen fünf Großinvestitonen mit einem Investitonsvolumen in Höhe von rd. 1,06 Mrd. Euro auf den Weg gebracht werden. Beschreibungen zu den Investitionen sowie zu den Unternehmen finden Sie hier