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Der Solarstandort Thüringen

Quelle: sunways AG

Thüringen hat sich innerhalb von nur zehn Jahren zu einem der wichtigsten Solar-Standorte in Deutschland und Europa entwickelt. Die  Thüringer Photovoltaik-Industrie erzielt derzeit mit knapp 5.000 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. 50 Unternehmen – darunter viele global agierende – und eine Vielzahl von Forschungs- und Qualifizierungseinrichtungen zählt die Branche derzeit. Organisiert ist sie im Thüringer Interessenverband  SolarInput e. V..

Die wichtigsten Solarunternehmen in Thüringen sind:  Bosch Solar Energy AG, Sunways AG, PV Crystalox Solar AG, Schott Solar und WACKER SCHOTT Solar GmbH und seit kurzem die Masdar PV. Sie decken die gesamte Wertschöpfungskette vom Wafer bis zum Solarmodul ab.

Nach Auffassung der Thüringer Landesregierung hat die Solarwirtschaft das Potential, eine Leitindustrie ähnlich dem Automobil- oder Maschinenbau zu werden. „Die Photovoltaik kann zu einer tragenden Säule der künftigen Industriestruktur Mitteldeutschlands werden“, sagt Thüringens ehemaliger Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz. „Das ist auch eine enorme Chance für den Aufbau Ost.“

Quelle: Ersol Solar Energy AG

Um die weitere Entwicklung der Solarindustrie im Freistaat zu unterstützen, hat Thüringen im Jahr 2007 eine Solarinitiative“ gestartet und beteiligt sich gemeinsam mit Sachsen und Sachsen-Anhalt am Industrie- und Forschungscluster  "Solarvalley Mitteldeutschland". „Die Photovoltaik hat das Potential, eine der bedeutendsten Energietechnologien dieses Jahrhunderts zu werden“, beschreibt Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig die Vision hinter diesen Aktivitäten.

Der Projektantrag „Solarvalley Mitteldeutschland“ hatte im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesforschungsministeriums (BMBF) erfolgreich abgeschnitten. Damit erhält der Cluster bis 2013 eine Förderung von rund 40 Millionen Euro.

Der Wirtschaftsminister bezeichnete die Entscheidung als „durchschlagenden Erfolg für die Solarwirtschaft in Thüringen und Mitteldeutschland“. Damit werde eine Kernkompetenz der Thüringer Wirtschaft langfristig gestärkt. Das Ziel des Projekts SolarValley Mitteldeutschland besteht in der Erhaltung und dem Ausbau des Technologievorsprungs im Bereich der Photovoltaik in Mitteldeutschland, um die Netzparität von Solarstrom bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Beteiligt sind 27 Solarfirmen und 11 Forschungseinrichtungen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Abgesehen davon stellen der Bund und das Land Thüringen Förder- und Finanzierungshilfen zur Verfügung, um Anreize für private, gewerbliche oder kommunale Investitionen im Bereich Photovoltaik zu schaffen. Näheres dazu finden Sie hier.

Dachverband des Solarvalley Mitteldeutschland mit Sitz in Erfurt gegründet

Wie der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Herr Dr. Hubert Aulich mitteilte, soll mit der Vereinsgründung die Zusammenarbeit aller Solar-Akteure in Mitteldeutschland auf eine unternehmerische Basis gestellt werden. Der Verein soll u. a. die Umsetzung des Strategiekonzeptes Solarvalley Mitteldeutschland in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen koordinieren. Dieses Konzept war im Rahmen des bundesweiten Spitzencluster-Wettbewerbs ausgezeichnet worden und wird allein durch den Bund mit 40 Mio. Euro gefördert. Ein leistungsfähiges Management ist ein wesentlicher Bestandteil der Clusterstrategie, die internationale Spitzenposition Mitteldeutschlands als der Photovoltaikregion nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen.

Neben dem Hauptsitz in Erfurt wird der Verein auch Geschäftsstellen in Halle und Dresden betreiben, mit denen gemeinsam die anstehenden Aufgaben des Clustermanagements wie F&E-Projektorganisation, Koordinierung der Aus- und Weiterbildung und Akquisition internationaler Projekte professionell bearbeitet werden.