Freistaat Thüringen Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Inhalt

Information zur Geflügelpest

Aktuelles

Icon interner Link Klassische Geflügelpest (Vogelgrippe) in einem kleinen Geflügelbestand im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt amtlich festgestellt
Erfurt – Durch das Friedrich-Loeffler-Institut wurde heute bei einer verendeten Gans in Wickersdorf das hochpathogene Influenza A Virus vom Subtyp H5N1 amtlich erstmals in einem Thüringer Geflügelbestand nachgewiesen. Eine Laborprobe war zur Abklärung vom Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz zum nationalen Referenzlabor übersandt worden.

Icon interner Link Untersuchungsergebnis des Friedrich-Loeffler-Instituts zum Verdachtsfall auf Aviäre Influenza bei einer Gans steht noch aus
Erfurt/Saalfeld-Rudolstadt – Das Ergebnis der Untersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts zur Beprobung der Gans mit Verdacht auf Aviäre Influenza steht noch aus.

Icon interner Link Verdacht auf Aviäre Influenza in einem kleinen Geflügelbestand in Thüringen
Erfurt/Saalfeld-Rudolstadt – Bei einer verendeten Gans wurde nach ersten Untersuchungen im Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz das Virus H5 nachgewiesen.

Icon interner Link Dritter Fall in Thüringen
Erfurt – Durch das Friedrich-Loeffler-Institut wurde heute bei dem tot aufgefundenen Schwan an einem Teich bei Ebeleben (Richtung Rockensußra) das hochpathogene Influenza A Virus vom Subtyp H5N1 amtlich nachgewiesen.

Icon interner Link Weiterer Verdachtsfall von Wildvogel-Geflügelpest im Kyffhäuserkreis
Erfurt/Ebeleben (Kyffhäuserkreis) – Bei einem tot aufgefundenen Schwan an einem Teich bei Ebeleben (Richtung Rockensußra) besteht der Verdacht auf die klassische Geflügelpest.

Icon interner Link Zweiter Fall in Thüringen
Erfurt – Durch das Friedrich-Loeffler-Institut wurde heute bei einem an der Talsperre Windischleuba (Altenburger Land) aufgefundenen Wildvogel (Höckerschwan) das hochpathogene Influenza A Virus vom Subtyp H5N1 amtlich nachgewiesen.

Icon interner Link Talsperre Windischleuba: Verdacht auf Zweiten Fall von Wildvogel-Geflügelpest in Thüringen
Nachdem heute bei einem Schwarzhalstaucher am Stausee Kelbra (Kyffhäuserkreis) der Ausbruch von Wildvogel- Geflügelpest festgestellt wurde, besteht nach ersten Untersuchungen im Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz auch bei einem an der Talsperre Windischleuba aufgefundenen verendeten Höckerschwan der Verdacht auf Ausbruch der Wildvogel- Geflügelpest. Die abschließenden Untersuchungen erfolgen im Friedrich-Loeffler-Institut (Insel Riems).

Icon interner Link Erster Fall in Thüringen
Erfurt – Durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems wurde heute bei einem im Kyffhäuserkreis an der Talsperre Kelbra aufgefundenen Wildvogel (Schwarzhals-Taucher) das hochpathogene Influenza A Virus vom Subtyp H5N1 amtlich nachgewiesen.

Pfeil nach oben

Fragen und Antworten zur Geflügelpest

Was ist die Geflügelpest?
Es handelt sich bei Geflügelpest um eine Krankheit unter Geflügel, die umgangssprachlich auch "Vogelgrippe" genannt wird, die nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Krankheit befällt vor allem Hühner und Puten. Die Krankheit wird durch das Grippevirus Influenza A, Sub-Typ H 5 oder H 7, verursacht. Derartige Vogelgrippe-Epidemien kommen seit über 100 Jahren weltweit vor.

Ist das Geflügelpestgrippevirus mit dem Grippevirus den Menschen identisch?
Nein. Die Grippe beim Menschen wird normalerweise durch die Influenzaviren Typ A (Subtyp H 1, H 2 oder H 3), oder Typ B verursacht.
Wissenschaftler befürchten, dass sich diese beiden Viren kreuzen könnten. Dann bestünde eine Gefahr für die Menschen. Dies ist aber bislang nicht der Fall.

Wie wird die Geflügelpest übertragen?
Hauptübertragungsweg ist die Ansteckung von Vogel zu Vogel. Seit 1997 ist bekannt, dass bei intensivem Kontakt mit erkranktem Geflügel die Krankheit in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen werden kann.
Bei den wenigen in Asien erkrankten Menschen konnte in Einzelfällen das Geflügelpestvirus nachgewiesen werden, vermutlich durch den intensiven Kontakt mit erkranktem Geflügel verursacht.

Kann die Geflügelpest von Mensch zu Mensch übertragen werden?
Für eine effektive Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand keine Hinweise. Die wenigen in Asien beschriebenen Kontakterkrankungen sind wissenschaftlich noch nicht abschließend untersucht. Sicher ist jedoch, dass eine Übertragung wie bei SARS oder echter Grippe nicht stattfindet.

Ist für uns Geflügelpest gefährlich?
Nein. Bisher gibt es keine Anzeichen für eine effektive Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Eine Übertragung der Vogelgrippe durch erkrankte Einreisende ist daher nicht zu befürchten.
Der Import von Vögeln aus den betroffenen Regionen ist von der EU bereits verboten worden.

Ist in Deutschland schon ein Erkrankungsfall von Geflügelpest beim Menschen aufgetreten?
Nein. Ein weltweites Überwachungssystem für Grippeerkrankungen beim Menschen beobachtet auch in Deutschland das Auftreten aller Grippefälle.

Können wir Geflügelpest bei Menschen in Deutschland diagnostizieren?
Ja, innerhalb eines Tages in speziellen virologischen Labors.

Können Menschen sich gegen die Geflügelpest impfen lassen?
Nein, es gibt derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Geflügelpest. Der aktuelle Grippe-Impfstoff erfasst den Erreger der Geflügelpest nicht.

Kann die Geflügelpest bei Menschen behandelt werden?
Ja. Es konnten bestimmte Medikamente erfolgreich gegeben werden, die auch bei der Grippe des Menschen zum Einsatz kommen. Aufgrund der wenigen Erkrankungsfälle bestehen allerdings nur geringe Erfahrungen.

Ist es gefährlich, Geflügelprodukte zu verzehren?
Nein. Der Verzehr von gekochtem oder durchgebratenem Geflügelfleisch oder Eiern ist unbedenklich. Zum Schutz der Verbraucher hat die EU vorsorglich den Import von Geflügelprodukten aus den betroffenen Ländern verboten. Das Einfuhrverbot wurde jetzt auch auf Ziervögel ausgedehnt.

Was wird getan, um eine Geflügelpest-Epidemie zu stoppen?
Es werden in großem Umfang die Geflügelbestände in den betroffenen Ländern getötet. Die Regierungen der betroffenen Länder kooperieren mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und anderen weltweiten Organisationen, um durch die Geflügeltötungen und Schutzmaßnahmen für die Kontaktpersonen eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

Welche Länder sind bis heute von der Hausgeflügel-Geflügelpest betroffen?
Bislang trat die Geflügelpest bei Geflügel in Asien und Europa auf. Inzwischen ist im Jahr 2007 auch Deutschland (Bayern, Sachsen, Thüringen) betroffen gewesen.

Sind Reisen in von der Geflügelpest betroffene Länder bedenklich?
Nein. Es sollte aber auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten sowie Geflügelhaltungen verzichtet werden. Sinnvoll ist bei Reisen in betroffene Länder eine Grippeimpfung durchführen zu lassen.

Kann der Geflügelpest-Erreger Katzen und Hunde befallen?
Katzen konnten experimentell mit dem H5N1-Virus infiziert werden, spielten bisher bei der Verbreitung aber keine Rolle. Nach Auskunft von Experten sind bislang keine Fälle einer Übertragung von Katzen auf Menschen bekannt geworden. Über Infektionen und Erkrankungen bei Hunden wurde noch nicht berichtet. Nach einem positiven Befund bei einer Katze wurden weitere Vorsichtsmaßnahmen festgelegt. Danach dürfen Hauskatzen im Sperrbezirk (3 Kilometer Umkreis um Fundort eines infizierten Tieres) für die Dauer von 21 Tagen nicht mehr frei herumlaufen, Hunde sind in diesem Gebiet an der Leine zu führen.

Haben Sie noch Fragen?
Dann rufen Sie uns an oder besuchen Sie unsere Informationsseite im Internet: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Telefonisch sind wir für Sie erreichbar:
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Pressesprecher
Thomas Schulz
Werner-Seelenbinder-Str. 6
99096 Erfurt
Tel.: 0361/ 37 98 730
Fax: 0361/ 37 98 874

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main, Abteilung Infektiologie (Dr. med. R. Gottschalk)

Die Information zur Geflügelpest steht Ihnen zum Download im PDF Format bereit.
 

Download-Icon Information zur Geflügelpest
Größe: 52774 Bytes