Freistaat Thüringen Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Inhalt

Gesundheitsziele in Thüringen

Gesundheitsziel 3: Depressive Erkrankungen verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln

Einführung

Die Bedeutung seelischer Erkrankungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Jeder fünfte Erwerbstätige erkrankt einmal jährlich an einer seelischen Erkrankung. Die häufigste Diagnose ist die Depression.

Der Anstieg depressiver Erkrankungen verursacht hohe Kosten für das Gesundheitssystem; diese entstehen durch Arbeitsunfähigkeit, Krankengeldzahlungen und Frühverrentung. Davon abgesehen kann eine Depression gravierende Auswirkungen auf die betroffenen Personen und deren Leben haben. Diese reichen von Minderung der Lebensqualität und Erhöhung des Risikos, andere Krankheiten zu bekommen, bis hin zum Suizid oder Suizidversuch.

Auch das soziale Umfeld ist von der Depression betroffen. Hier gilt es, nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörige aktiv in den Behandlungsprozess mit einzubeziehen. Darüber hinaus muss in der Gesellschaft die Sensibilität für diese Erkrankung gesteigert werden, um erste Warnsignale rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.

In ihren Arbeitsgruppensitzungen zum Gesundheitsziel 3 erarbeiten die Mitglieder für die drei grundsätzlichen Aufgabengebiete Aufklärung, Prävention und Diagnostik/Indikationsstellung und Therapie angemessene Strategien und Maßnahmen und setzt diese in Form von Projekten um.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 3 stammen aus den Bereichen Öffentlicher Gesundheitsdienst (u. a. Gesundheitsämter, Sozialpsychiatrischer Dienst, Psychiatriekoordinatoren), Krankenkassenverbände, Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, Landesärztekammer Thüringen, Fachärzte aus den Thüringer Kliniken, Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Liga der freien Wohlfahrtsverbände, Fachhochschule Erfurt, dem Landesverband Thüringen der Angehörigen psychisch Kranker e. V. und dem Thüringer Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen e. V.


Referentenpool

Im Rahmen der Handlungsempfehlungen, zur Umsetzung der Aufgabenschwerpunkte Aufklärung/Information und Prävention, wurde durch Mitglieder der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 3 (Fachärzte und Vertreterin der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Thüringen) der Referentenpool erarbeitet.
Darin haben sich aktuell 31 Ärztinnen/Ärzte, Psychotherapeuten und Psychologen aus Thüringen, alle Spezialisten zum Thema Depression, bereit erklärt, für Vortrags- und Fortbildungsveranstaltungen vor verschiedenen Zielgruppen zum Thema Depression zur Verfügung zu stehen.


Die Zielgruppen im Einzelnen:

Zielgruppe 1: Ärzte und Psychologen

Zielgruppe 2: Betroffene und Angehörige (Verbände und Selbsthilfegruppen)

Zielgruppe 3: Medizinische Assistenzberufe/Pflegerberufe/Sozialberufe

Zielgruppe 4: Institutionen und Firmen

Zielgruppe 5: Lehrkräfte und Schulen
 

Download-Icon Liste 1 des Referentenpools beinhaltet Name, Angaben der Referenten zu ihrer Einrichtung, Qualifikation zum Tätigkeitsschwerpunkt und Angaben zu den Zielgruppen, vor denen sie referieren würden
Größe: 35600 Bytes

Download-Icon Liste 2 des Referentenpools ergänzt die angebotenen Vortragsthemen und enthält noch Anmerkungen
Größe: 35163 Bytes

Die Pflege des Referentenpools hat freundlicherweise die Akademie für ärztliche Fort- und Weitzerbildung der Landesärztekammer Thüringen übernommen. Die aktuelle Liste gibt den Stand vom 25. Oktober 2010 wider.

Interessenten setzen sich bitte mit den Referentinnen und Referenten direkt in Verbindung, deren Telefonnummer auf der Liste 1 aufgeführt sind.