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Schulen versammeln jeden Tag der Schulwoche eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen aus ihrem Umfeld an einem Ort. Es liegt in der Natur der Situation, dass damit täglich und beständig auch eine beträchtliche Anzahl von Konfliktanlässen gegeben sind und unterschiedlichste Konflikte, vom belanglosen bis zum Konflikt mit Brisanz, bewältigt werden wollen.
Konflikte angemessen lösen zu lernen ist eine grundlegende Herausforderung für die Bildungsarbeit der Schule. Konflikte im Alltag des Schullebens sind eine Lernchance.
Viele Schulen arbeiten beständig daran, bei den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen der Konfliktlösung zu entwickeln und zu fördern und hierzu auch geeignete Instrument im Schulleben zu verankern, ganz im Sinne eines pädagogischen Ansatzes des Peergroup-Learnings. Die Einrichtung von Schüler-Streitschlichtern hat sich so als eine eigenständige Entwicklungsrichtung an weiterführenden Schulen in Thüringen dargestellt. Dazu trug die Arbeit bei, die von der Fachhochschule Erfurt ausging, von den entsprechenden Angeboten des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung wie auch von anderen Initiativen wie zum Beispiel dem Netzwerk Zivilcourage im Ilm-Kreis (heute: Mediation an Thüringer Schulen – MaTS – e.V) oder der Pädagogischen Werkstatt Gera e.V., um nur diese zu nennen.
Empirische Studien zeigten im letzten Jahrzehnt allerdings auch, dass die lebendige Präsenz und Wirksamkeit von Schülerinnen und Schülern als Streitschlichter im Schulleben voraussetzt, dass diese Arbeit mehr ist als das an eine Schülergruppe und die betreuende Lehrkraft delegierte Angebot mit einem Schild und Sprechzeiten an einer Tür der Schule.
Gewaltfreie Konfliktbearbeitung muss als Bestandteil des Schulkonzepts verankert sein und sich als Ansatz von der strukturierten Entwicklung des Klassenklimas bis zur strukturierten Entwicklung des Schulklimas finden.
Nicht alle Schulen wollen den Weg gehen, sich einem mehrjährigen schulpädagogischen Entwicklungsprogramm, wie zum Beispiel dem Thüringer Landesprogramm des Buddy-Programms, anzuschließen.
Zur Unterstützung der Nachhaltigkeit der Arbeit mit den Schüler-Streitschlichtern in Thüringen, zur Sicherung der Qualität dieser Arbeit und zur Förderung von deren Einbindung in ein ganzheitliches Konzept der Schulentwicklung wurde daher der Aufbau eines Netzes von Stützpunkt-Schulen als Standorte kollegialer Unterstützung vorangebracht.
Hat Ihre Schule den Wunsch, das Schülerstreitschlichter-Programm zu etablieren, unterstützen wir Sie gerne und sind Ihnen behilflich zwecks Vermittlung zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern sowie der begleitenden Pädagogen.
Stützpunktschulen Schüler-Streitschlichter
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