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Medieninformation

Eröffnung der Ausstellung „Andere Augen” im Thüringer Landtag

Behindertenbeauftragter Dr. Brockhausen: „Das ist ein Novum hinsichtlich der barrierefreien Informationsaufnahme im Bereich von Kunst und Kultur“

Der Thüringer Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Dr. Paul Brockhausen, wird morgen die Ausstellung „Andere Augen – eine Ausstellung über das Sehen” gemeinsam mit Landtagspräsidentin Birgit Diezel eröffnen und ein Grußwort sprechen.

Termin: Mittwoch, 18. August 2010
Uhrzeit: 13:00 Uhr
Ort: Erfurt, Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Str. 1

Dr. Brockhausen sagte vorab: „Die Ausstellung ist für behinderte und nichtbehinderte Menschen in Thüringen ein Novum hinsichtlich der barrierefreien Informationsaufnahme im Bereich von Kunst und Kultur.“

Bei der Ausstellungskonzeption wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Ausstellungsinhalte sowohl für Behinderte als auch Nichtbehinderte barrierefrei zugänglich sind. Die Barrierefreiheit der Ausstellung wird somit zu ihrem eigentlichen Inhalt. Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen wurden beispielsweise Bilder mithilfe eines speziellen Druckverfahrens auf spezielle Oberflächen aufgebracht. Außerdem werden blinde Besucher mittels Audioguide durch die Ausstellung “navigiert”. Großformatige Texte werden in sehbehindertenfreundlicher Groß- sowie in Braille-Schrift angeboten.

Die Ausstellung hat den Anspruch, über das gemeinsame Erleben von Kunst ein Begegnungsforum von Menschen mit und ohne Behinderungen zu sein und für ein verständnisvolles Miteinander einzustehen. “Das Ziel der Ausstellung ist es, auf die Notwendigkeit einer barrierefreien Gesellschaft aufmerksam zu machen. Denn alle Menschen - auch behinderte – müssen sich gleichermaßen frei und ungehindert bewegen, entwickeln und entfalten können. Das ist Grund genug für mich, die Ausstellung zu unterstützen. Ich wünsche der Ausstellung einen gelungenen Auftakt und viele neugierige Besucher mit und ohne Behinderung”, sagte Dr. Brockhausen.

„Andere Augen – eine Ausstellung über das Sehen“ dokumentiert das Leben und die Arbeit zweier sehbehinderter Norweger. Der eine, Arild Røland, Milchbauer, verheiratet und dreifacher Familienvater, ist mit Albinismus geboren. Seine Sehfähigkeit ist erheblich reduziert. Der alleinstehende Gymnasiallehrer Terje dagegen verlor die Sehfähigkeit während seiner Kindheit. Mit der Kamera begleitete Gregor Strutz, Initiator der Ausstellung, über mehrere Monate hinweg den Alltag der beiden Protagonisten.