
Finanzministerin Marion Walsmann:
Finanzministerin Marion Walsmann wird sich auf der heutigen Jahrestagung der Vorsteher der Thüringer Finanzämter im Bildungszentrum Gotha erneut für eine Politik der Steuervereinfachung aussprechen. „Es muss gelingen, das Steuerrecht transparenter, unbürokratischer und verständlicher zu gestalten, denn die Bürgerinnen und Bürger vertrauen ihrer Rechtsordnung nur dann, wenn sie einfach, klar und zu verstehen ist“, sagt sie. „Wir müssen den Dschungel des Steuerrechts lichten, damit die Menschen wieder den Durchblick gewinnen.“
Deshalb habe sie sich gemeinsam mit den anderen Länderfinanzministern auf eine erste Reihe von Vereinfachungen verständigt, die nun vom Bund umgesetzt werden sollen. Die 13 Vorschläge reichen von der Vereinfachung bei der Entfernungspauschale, über den Verzicht der Überprüfung von eigenen Einkünften bei volljährigen Kindern, einer einfachen steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten bis zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge. „Diese Vorschläge sind ein konkreter Anfang – ein Schritt, dem weitere folgen müssen, denn ein einfaches Steuerrecht führt zu einer besseren Steuermoral“, davon ist Walsmann überzeugt.
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| Finanzministerin Marion Walsmann mit den Thüringer Finanzamtsvorstehern |
In den vergangenen 20 Jahren habe sich eher eine gegenteilige Kultur entwickelt. Seit 1990 hat es 128 Steuergesetze gegeben. Allein das Steuerrechts-Änderungsgesetz aus dem Jahr 2010 beinhaltet 200 Einzelmaßnahmen in 29 Artikeln. Dieser Entwicklung müsse etwas entgegen gesetzt werden. Nicht nur im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sondern auch im Interesse derjenigen Berufsgruppen, die mit dem Steuerrecht arbeiten.
Sie dankte den zwölf Thüringer Finanzamtsvorstehern für ihren unermüdlichen Einsatz und die Servicebereitschaft, die sich in den Ämtern gut entwickelt hat und wünscht für die weitere Arbeit viel Erfolg.