
Wälder in Deutschland
In den ursprünglichen natürlichen Waldgesellschaften waren Laubwälder auf über 80 % der Waldfläche vertreten. Den breitesten Raum nahm dabei die Baumart Rotbuche ein. Sie ist die charakteristische Baumart Mitteleuropas.
Aufgrund der waldgeschichtlichen Entwicklung gibt es heute in Deutschland nur noch in Relikten vorkommende völlig naturbelassene Waldökosysteme.
Vor allem im Mittelalter führten Rodungen, die Nutzung des Waldes als Vieheintrieb sowie die Streu- und Brennholznutzung dazu, dass die Waldfläche auf ca. 30 % der Gesamtfläche Deutschlands zurückging.
Um 1850 wurde die nachhaltige Forstwirtschaft mit dem Ziel der Wiederaufforstung der ehemaligen Waldflächen eingeführt. Dadurch entstanden ertragreiche Wälder auf großen Flächen.
Die Waldfläche beträgt in Deutschland ca. 30 %. In Deutschland kommen ca. 59 Baum- und 97 Straucharten vor.
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| Waldfläche in Deutschland |
| Baumart | Anteil in % |
| Eiche | 6 |
| Buche und sonst. Laubholz | 26 |
| Fichte und sonst. Nadelholz | 46 |
| Kiefer, Lärche | 2 |
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| Hauptbaumarten in Deutschland |
Waldeigentum
In Deutschland sind 46 % der Waldfläche Privateigentum, 20% Körperschaftswald und 34% Staatswald.
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| Deutschland Waldeigentumsformen |
Holzvorrat, Zuwachs, Nutzung
Für Gesamtdeutschland beträgt der Vorrat 270 Vfm/ha.
Der jährliche Zuwachs beläuft sich auf ca. 8 m³ je ha und die Holzeinschlagsmenge beträgt 36 Mio m³.
Das in den Wäldern vorkommende Wild unterliegt zum größten Teil dem Jagdrecht.
Wenn die Wilddichte in einem Gebiet zu hoch ist, kann es zu ernsthaften waldbaulichen und wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch zu hohe Verbiss-, Fege- und Schälschäden kommen.
Dadurch kann die Waldentwicklung stark beeinträchtigt werden.
Ziel ist es, eine angemessene Wilddichte (Alters- und Geschlechterverhältnis) zu erreichen und somit den Aufbau stabiler, vielfältig strukturierter Wälder zu erreichen.